Konzerte Orgelkreis Rheinau 2023


1. Konzert

Freitag 7. Juni 2024, 20 Uhr

Eintritt frei – Kollekte

Gerhard Gnann studierte Orgel, Cembalo und Kirchenmusik in Freiburg, Amsterdam und Basel. Zu seinen Lehrern zählten L. Doerr, T. Koopman, E. Kooiman und G. Bovet. Er war mehrfach Preisträger bei inter­nationalen Wett­be­werben. Gerhard Gnann wirkt als Professor für künst­lerisches Orgel­spiel an die Hochschule für Musik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und ist dort zugleich Leiter der Abteilung Kirchen­musik/Orgel. Als ausübender Künstler, Juror bei inter­nati­onalen Wett­bewerben sowie als Pädagoge ist er im In- und Ausland gefragt.

 

2. Konzert

Freitag 5. Juli 2024, 20 Uhr

Eintritt frei – Kollekte

Rudolf Meyer verbrachte seine Lebensmitte als Organist an der Stadtkirche Winterthur und als Dozent am dortigen Konser­vato­rium (ZHdK). Dort schuf er eine lebendige Orgelszene und begleitete die Restau­rierung der Walcker-Orgel von 1888 und den Neubau der Metzler-Chor­orgel von 1983. Natürlich begleitete ihn eine rege Konzert-, Lehr- und Kompo­nis­ten­tätigkeit weit herum. Unter anderem unter­richtete er an der Schola Cantorum Basiliensis, in Sydney/Australien und bekleidete kurz eine Professur an der Musikhoch­schule in Köln.

3. Konzert

Freitag 4. Oktober 2024, 20 Uhr

Eintritt frei – Kollekte

Matthias Flierl wurde 1987 im mittel­fränkischen Ansbach geboren. Das Stu­dium der Kirchen­musik führte ihn nach Lübeck, Toulouse und Berlin, wo er 2014 den Master-Abschluss erreichte. Zu seinen Lehrern an der Orgel zählten u.a. A. Gast, J. W. Jansen, W. Seifen und L. van Doeselaar. Orgel­konzerte führten ihn z.B. zum Festival „Toulouse les orgues“ und zum „Lübecker Orgelsommer“ Seit 1. Januar 2015 ist er Bezirks­kantor am Hochrhein und Organist an der Marc-Garnier­-Orgel der Versöhnungs-kirche in Waldshut.


Johann Christoph Leu Orgel Rheinau
▲ Hauptorgel von Johann Christoph Leu, Augsburg (1715)

I. Rückwerckh, C – c³

Coppel 8′

Principal 4′

Nachthorn 4′

Flöth 4′

Superoctav 2′

Quint 1½′

Zymbal 1½′

Mixtur 2f. 1′

Sedecima 1′

Tremulant

II. Hauptwerckh, C – c³

Principal 8′

Spitzflöthen 8′

Salicional 8′

Coppel 8′

Octav 4′

Rohrflöthe 4′

Quint 3′

Superoctav 2′

Zymbal 3f. 1½′

Mixtur 4f. 1′

Hörnle 2f. 1′

Sedecima 1′

Fagott 8′

III. Oberwerckh, C – c³

Coppel 8′

Octav-Flöthe 4′

Flöthen 4′

Flöthen 2′

Sedecima 1′

Geygen-Regal 8′

Pedal, C – a

Principal 16′

Sub-Pass 16′

Octav 8′

Octav 4′

Quint 3′

Mixtur 6f. 2′

Bombardon 16′

Posaun 8′


Nebenregister : Vogelsang, Windablass, Calcant, beyde Werckh (Koppel RW  /  HW), Zymbelstern, Sperrventile
Manual und Pedal mit kurzer Oktave, modifizierte mitteltönige Stimmung, a¹ = 427hz
1711  – 1715 erbaut durch Johann Christoph Leu, Augsburg                                       
1840  – 1841 Umbau durch Friedrich Haas                                                       
1941 Restaurierung durch Orgelbau Kuhn
1988   – 1990 Restaurierung durch Orgelbau Kuhn   

Orgel Rheinau
▲ Spieltisch der Hauptorgel

Johannes Mayr (Stuttgart): Improvisation über das «Salve Regina» und ein «Irisches Halleluja».


Der Orgelkreis

R

heinau bietet dem Musikfreund eine weitherum einmalige Orgelsituation. Die →Hauptorgel auf der Empore über dem Portal ist ein stattliches Instrument mit drei Manualen und 38 Registern des berühmten Orgelbaumeisters Johann Christoph Leu (1711 – 1715) aus Augsburg. Die wesentlich kleinere →Chororgel sticht schon durch ihr Äusseres hervor: sie hat die Form eines Sarkophags. Beide Orgeln wurden 1988 – 1991 mustergültig und mit grossem Aufwand restauriert. Sie sind nicht nur die bedeutendsten Denkmal-Orgeln des Kantons Zürich, sondern auch ein Kulturgut von europäischer Bedeutung.


Der Orgelkreis Rheinau ist ein 1991 gegründeter, gemein­nütziger sowie politisch und konfessionell neutraler Verein, der die beiden einzig­artigen historischen Orgeln der ehe­maligen Kloster­kirche Rheinau einem breiten Publikum bekannt­machen und vermehrt erklingen lassen möchte. Er ver­anstaltet im Sommer­halbjahr in der Regel drei Konzerte mit nam­haften Solisten aus dem In- und Ausland. Finanzielle Grund­lagen des Vereins sind Mitglieder­beiträge, Ein­nahmen aus den Konzerten sowie Spenden. Neu­mit­glieder sind herzlich willkommen.

IBAN: CH57 8080 8009 1442 2952 7

Orgelkreis Rheinau, c/o Dr. Markus T. Funck, Hofacker 2, D-79771 Klettgau, →info@orgelkreis-rheinau.ch

→Artikel über den Verein in der Andelfinger Zeitung vom 14. Dezember 2018

→Statuten des OKR

Stimmen über die Orgeln:

 

«Prunkvolle Instrumente in einem herrlichen Raum»

(Luigi Ferdinando Tagliavini †)


«Impressionant, ouverture pour un nouveau monde»

(Jan Willem Jansen)


«Un vero sogno per l’organista … anzi due»

(Lorenzo Ghielmi)


«Schöön»

(Guy Bovet)

Orgel Rheinau
▲ Chororgel von Johann Christoph Albrecht, Waldshut (1710)

Manual, C – c³

Principal 8′

Suavial (ab c’) 8′

Coppel 8′

Octav 4′

Flauto 4′

Nasat 3′

Superoctave 2′

Sesquialter 1²⁄₅′

Larigot 1½′

Mixtur 3f. 1′

Pedal, C – a

Subbass 16′

Præstant 8′

Koppel Manual zu Pedal


Manual und Pedal mit kurzer Oktave, modifizierte mitteltönige Stimmung, a¹ = 427hz

1710 erbaut von Johann Christoph Albrecht, Waldshut

1756 Umbau durch Johann Conrad Speisegger

1990 – 1991 Restaurierung durch Orgelbau Kuhn

Felix Mendelssohn Bartholdy in Rheinau

▲ Gemälde von Wilhelm Hensel, 1847, Öl auf Leinwand, Stadtmuseum Düsseldorf
▲ Gemälde von Wilhelm Hensel, 1847, Öl auf Leinwand, Stadtmuseum Düsseldorf

D

er wohl berühmteste Musiker, welcher jemals die Orgeln der Klosterkirche bespielt hat, war Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847). Im Acht und vierzigsten Neujahrstück / der allgemeinen / Musik-Gesellschaft in Zürich / 1860 erfahren wir Genaueres darüber:

« …Nur noch zwei der Erwähnung werthe Orgeln finden sich im Canton Zürich; zunächst die Klosterorgel in Rheinau. Dieselbe 1713 von Leo von Augsburg für  9025 fl. ausgeführt, in der Revolutionszeit während der Vertreibung der Klostergeistlichen durch rohe Hände sehr geschädigt und theilweise zerstört, ist nach deren Rückkehr nur unvoll­kommen reparirt und darum 1841 von Haas einer Hauptreparatur unterworfen worden; welche so ausfiel, daß selbst Mendelssohn mehrmals mit Befriedigung darauf spielte (39 Register, von denen 14 ganz neu, 3 Manuale, hoffentlich nicht mehr mit der verkürzten Octave, die früher bestand). Wir verdanken hiemit dem Hochw. Hrn. Cap. Mstr. A. Widmer die dießfälligen Mittheilungen aufs Beste.»

In einem Brief an seine Frau  Cécile, vom 27. Juni 1847, bemerkt Mendelssohn selbst, dass er die Orgel der Klosterkirche gespielt hat.


▲ Felix Mendelssohn Bartholdy: Der Rheinfall bei Schaffhausen Hotel Weber d. 27. Juny 1847
▲ Felix Mendelssohn Bartholdy: Der Rheinfall bei Schaffhausen Hotel Weber d. 27. Juny 1847
Orgel Rheinau
▲ Rückpositiv der Hauptorgel

 

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