1. Konzert
Freitag, 19. Juni 2026, 20 Uhr
Eintritt frei – Kollekte
Olivier Houette ist Titularorganist der historischen François-Henri-Clicquot-Orgel in der Kathedrale Saint-Pierre in Poitiers. Er unterrichtet am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris und ist Professor für Orgel am Conservatoire à Rayonnement Régional de Poitiers. Er gibt Orgelunterricht in verschiedenen Workshops und Akademien, insbesondere an der von ihm organisierten Internationalen Orgelakademie Poitiers. Er besitzt ausserdem einen Abschluss in Musikwissenschaft von der Sorbonne.
2. Konzert
Freitag, 10. Juli 2026, 20 Uhr
Eintritt frei – Kollekte
Markus Schwenkreis studierte in Augsburg (Orgel bei Karl Maureen) und an der Schola Cantorum Basiliensis (Orgel bei J.-C. Zehnder, Improvisation bei R. Lutz). Er ist Preisträger des Internationalen Orgelwettbewerbs NDR-Musikpreis 2000 und des 13. Paul-Hofhaimer-Wettbewerbs, Innsbruck. Seit 2012 ist er Organist an der historischen Silbermann-Orgel des Doms zu Arlesheim und unterrichtet an der Schola Cantorum Basiliensis Theorie der Alten Musik und Improvisation auf historischen Tasteninstrumenten.
3. Konzert
Freitag, 2. Oktober 2026, 20 Uhr
Eintritt frei – Kollekte
Gabriele Marinoni, gebürtig aus Como (IT), ist seit 2021 Organiste titulaire der Kirche St. Anton in Zürich. Seine Studien absolvierte er am Konservatorium von Como und an der staatlichen Hochschule für Musik in Stuttgart bei Prof. Dr. Ludger Lohmann. Auszeichnungen erhielt er bei Orgelwettbewerben und seine internationale Konzerttätigkeit führte ihn zu bedeutenden Stätten und Festivals in Italien, Deutschland, Österreich, Schweiz, England, Slowakei und Russland.
I. Rückwerckh, C – c³
Coppel 8′
Principal 4′
Nachthorn 4′
Flöth 4′
Superoctav 2′
Quint 1½′
Zymbal 1½′
Mixtur 2f. 1′
Sedecima 1′
Tremulant
II. Hauptwerckh, C – c³
Principal 8′
Spitzflöthen 8′
Salicional 8′
Coppel 8′
Octav 4′
Rohrflöthe 4′
Quint 3′
Superoctav 2′
Zymbal 3f. 1½′
Mixtur 4f. 1′
Hörnle 2f. 1′
Sedecima 1′
Fagott 8′
III. Oberwerckh, C – c³
Coppel 8′
Octav-Flöthe 4′
Flöthen 4′
Flöthen 2′
Sedecima 1′
Geygen-Regal 8′
Pedal, C – a
Principal 16′
Sub-Pass 16′
Octav 8′
Octav 4′
Quint 3′
Mixtur 6f. 2′
Bombardon 16′
Posaun 8′
Nebenregister : Vogelsang, Windablass, Calcant, beyde Werckh (Koppel RW / HW), Zymbelstern, Sperrventile
Manual und Pedal mit kurzer Oktave, modifizierte mitteltönige Stimmung, a¹ = 427hz
1711 – 1715 erbaut durch Johann Christoph Leu, Augsburg
1840 – 1841 Umbau durch Friedrich Haas
1941 Restaurierung durch Orgelbau Kuhn
1988 – 1990 Restaurierung durch Orgelbau Kuhn
Johannes Mayr (Stuttgart): Improvisation über das «Salve Regina» und ein «Irisches Halleluja».
R
heinau bietet dem Musikfreund eine weitherum einmalige Orgelsituation. Die →Hauptorgel auf der Empore über dem Portal ist ein stattliches Instrument mit drei Manualen und 38 Registern des berühmten Orgelbaumeisters Johann Christoph Leu (1711 – 1715) aus Augsburg. Die wesentlich kleinere →Chororgel sticht schon durch ihr Äusseres hervor: sie hat die Form eines Sarkophags. Beide Orgeln wurden 1988 – 1991 mustergültig und mit grossem Aufwand restauriert. Sie sind nicht nur die bedeutendsten Denkmal-Orgeln des Kantons Zürich, sondern auch ein Kulturgut von europäischer Bedeutung.
Der Orgelkreis Rheinau ist ein 1991 gegründeter, gemeinnütziger sowie politisch und konfessionell neutraler Verein, der die beiden einzigartigen historischen Orgeln der ehemaligen Klosterkirche Rheinau einem breiten Publikum bekanntmachen und vermehrt erklingen lassen möchte. Er veranstaltet im Sommerhalbjahr in der Regel drei Konzerte mit namhaften Solisten aus dem In- und Ausland. Finanzielle Grundlagen des Vereins sind Mitgliederbeiträge (CHF 60.- pro Jahr), Einnahmen aus den Konzerten sowie Spenden. Neumitglieder sind herzlich willkommen.
IBAN: CH57 8080 8009 1442 2952 7
Orgelkreis Rheinau, c/o Dr. Markus T. Funck, Hofacker 2, D-79771 Klettgau, →[email protected]
→Artikel über den Verein in der Andelfinger Zeitung vom 14. Dezember 2018
«Prunkvolle Instrumente in einem herrlichen Raum»
(Luigi Ferdinando Tagliavini †)
«Impressionant, ouverture pour un nouveau monde»
(Jan Willem Jansen)
«Un vero sogno per l’organista … anzi due»
(Lorenzo Ghielmi)
«Schöön»
(Guy Bovet)
Manual, C – c³
Principal 8′
Suavial (ab c’) 8′
Coppel 8′
Octav 4′
Flauto 4′
Nasat 3′
Superoctave 2′
Sesquialter 1²⁄₅′
Larigot 1½′
Mixtur 3f. 1′
Pedal, C – a
Subbass 16′
Præstant 8′
Koppel Manual zu Pedal
Manual und Pedal mit kurzer Oktave, modifizierte mitteltönige Stimmung, a¹ = 427hz
1710 erbaut von Johann Christoph Albrecht, Waldshut
1756 Umbau durch Johann Conrad Speisegger
1990 – 1991 Restaurierung durch Orgelbau Kuhn
D
er wohl berühmteste Musiker, welcher jemals die Orgeln der Klosterkirche bespielt hat, war Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847). Im Acht und vierzigsten Neujahrstück / der allgemeinen / Musik-Gesellschaft in Zürich / 1860 erfahren wir Genaueres darüber:
« … Nur noch zwei der Erwähnung werthe Orgeln finden sich im Canton Zürich; zunächst die Klosterorgel in Rheinau. Dieselbe 1713 von Leo von Augsburg für 9025 fl. ausgeführt, in der Revolutionszeit während der Vertreibung der Klostergeistlichen durch rohe Hände sehr geschädigt und theilweise zerstört, ist nach deren Rückkehr nur unvollkommen reparirt und darum 1841 von Haas einer Hauptreparatur unterworfen worden; welche so ausfiel, daß selbst Mendelssohn mehrmals mit Befriedigung darauf spielte (39 Register, von denen 14 ganz neu, 3 Manuale, hoffentlich nicht mehr mit der verkürzten Octave, die früher bestand). Wir verdanken hiemit dem Hochw. Hrn. Cap. Mstr. A. Widmer die dießfälligen Mittheilungen aufs Beste. »
In einem Brief an seine Frau Cécile, vom 27. Juni 1847, bemerkt Mendelssohn selbst, dass er die Orgel der Klosterkirche gespielt hat.