6. Konzert, Sonntag, 29. September 2019, 17 Uhr


Ein Deutsches Requiem, op. 45

 

Johannes Brahms (1833 – 1897)

Fassung für zwei Klaviere, Pauke, Soli und Chor

 

Kammerchor Zürcher Unterland
Leitung: Philipp Klahm

 

Yuki Yokoyama Cassimatis und Zenon Cassimatis • Klavier

Felix Eberle • Pauke

 

Gesangs-Solisten:               

Gudrun Sidonie Otto • Sopran
Konstantin Wolff • Bariton

Karten: Kategorie I Fr. 55.- (nummerierte Plätze)
  Kategorie II Fr 45.- / Fr. 30.- Mitglieder (nummerierte Plätze)
  Fr. 20.- (Jugendliche / Studierende)
Vorverkauf: www.ticketino.ch
   Tel. 0900 441 441 (Fr. 1,- / Min.)
Information: kontakt@rheinauerkonzerte.ch, Tel. 052 319 33 70
Abendkasse:  Sonntag, 29. September 2019, ab 16.00 Uhr
   

  Mitglieder Verein Rheinauer Konzerte erhalten vergünstigte Tickets der Kategorie II (Fr. 30.- statt Fr. 45.-). Rufen Sie uns an oder schicken Sie ein Mail!



Ein Deutsches Requiem

Das Deutsche Requiem ist das früheste der grösseren Brahmsschen Chor­werke. Wie schon aus dem Titel hervorgeht, liegt ihm nicht der Text der lateinischen Totenmesse zu Grunde, sondern von Brahms selbst ausgewählte Bibeltexte zum Thema Trauer und Tod. Sie zeugen von seiner ungewöhnlichen Kenntnis und Sensibilität in Bezug auf die biblischen Vorlagen.

Die sieben Teile des Requiems entstanden in über zehnjähriger Arbeit. Die Anregung dazu wird oft mit dem tragischen Ableben Robert Schumanns 1856 in Verbindung gebracht. Mit einiger Sicherheit gab der Tod von Brahms’ Mutter 1865 den Ausschlag für die erneute Aufnahme der Arbeit an der Trauermusik. Die Uraufführung der endgültigen Fassung fand im Februar 1869 in Leipzig statt.

Die zentrale Aussage des Werks gilt der Trostspendung. Weder kennt es einen Hinweis auf die Erlösung, noch wird der Name Christi erwähnt. Auch das Jüngste Gericht kommt nicht vor. Zentral ist für Brahms, dass der Mensch das Leiden ohne Selbstmitleid auf sich nehmen muss. Anders als in der katholischen Totenmesse, wo es um die Bitte für Seelenruhe der Verstorbenen geht, richtet sich das Deutsche Requiem an die Lebenden – Zurückbleibenden. Es ist eine Trauer- und Trostmusik für alle, « die da Leid tragen ». Dass Tod und Ewigkeit aus menschlicher Sicht ohne Bezug auf kirchlich-konfessionelle Formen behandelt werden, ist einer der Gründe für die ungeheure Wirkung, die das Werk bis heute ausübt.



Kammerchor Zürcher Unterland
Kammerchor Zürcher Unterland

Der Kammerchor Zürcher Unterland ist ein Laienchor mit über 50 aktiven Mitgliedern. Er prägt im Zürcher Unterland sowie in der Stadt Zürich die musikalische Landschaft und leistet einen wertvollen Beitrag zum kulturellen Leben.

 www.kammerchor-zu.ch

Philipp Klahm (*1985) studierte zunächst Schulmusik an der Hochschule für Musik in Karlsruhe, Germanistik und katholische Theologie an der Universität Tübingen. Anschließend folgte ein Masterstudium im Fach Dirigieren bei Prof. Michael Alber an der Musikhochschule Trossingen. Schwerpunkt dabei war die Arbeit mit Chören und Orchestern im Bereich Oratorium. Dieses Studium schloss er mit Bachs Matthäuspassion ab. Von 2014 bis 2016 hatte er einen Lehrauftrag an der Universität Erfurt für Chorleitung und Stimmbildung und leitete den dortigen Universitätschor.

Wichtige Impulse erhielt er im Fach Dirigieren von Prof. Martin Schmidt, Prof. Frank Leenen, Universitätsmusikdirektor Stefan Ottersbach, Prof. Dieter Kurz und Prof. Manfred Schreier. Zudem besuchte er Meisterkurse bei Prof. Daniel Reuss und Prof. Marcus Creed. In Gesang wurde er von Prof. Mitsuko Shirai und Prof. Andreas Reibenspies ausgebildet.

Einen Schwerpunkt seiner chorleiterischen Tätigkeit bildet die Auseinandersetzung mit der Kinder- und Jugendstimme. Geprägt von einer intensiven Zusammenarbeit mit dem Gründer der Aureliussängerknaben Calw, Hans-Jörg Kalmbach, hat er bereits vielfältige Erfahrungen sammeln können, z. B. als Vizedirigent der Knabenkantorei Basel oder als Stimmbildner bei Cantus Juvenum Karlsruhe. Derzeit ist er künstlerischer Leiter der Rottweiler Münstersängerknaben.

Seit 2016 dirigiert Philipp Klahm die Neuhauser Kantorei, seit 2017 steht auch der Konzertchor Luzern unter seiner professionellen Leitung. 2019 hat er den Kammerchor Zürcher Unterland übernommen.

Ausserdem leitet er den preisgekrönten Männerchor CalvVoci, der aus ehemaligen Aureliussängerknaben Calw besteht. Er ist regelmässig auf internationalen Chorfestivals und renommierten Wettbewerben zu Gast und konnte in diesem Rahmen schon verschiedene Spitzenchöre dirigieren, wie z. B. den Lettischen Rundfunkchor.

Die Sopranistin Gudrun Sidonie Otto studierte Gesang an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar bei Mario Hoff. 2007 gewann sie den 1. Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb Kammeroper Schloss Rheinsberg. 2004 war sie Stipendiatin an der Komischen Oper Berlin und bis 2006/2007 im Festengagement als Solistin an den Landesbühnen Sachsen. Gastspiele folgten u. a. an der Komischen Oper Berlin, der Staatsoper Hannover, dem Staatstheater Nürnberg, dem Theater Würzburg, dem Theatre de Picardie, dem Grand Opera Luxembourg, der Opéra National du Rhin Strasbourg und zu vielen renommierten Festivals im In- und Ausland. Hierbei arbeitete sie u. a. mit Dirigenten wie Neville Marriner, Robin Gritton, Helmuth Rilling, Thomas Hengelbrock, Enoch zu Guttenberg, Peter Gülke und Ludwig Güttler zusammen.

Der Bass-Bariton Konstantin Wolff ist regelmäßiger Gast der europäischen Opern- und Konzertbühnen. Zu jüngeren Engagements gehören Don Fernando in einer konzertanten Aufführung von « Fidelio» im Concertgebouw in Amsterdam, Garibaldo in Händels « Rodelinda» mit dem Ensemble Il pomo d’oro in Versailles und am Théâtre des Champs-Elysées, Figaro in « Le Nozze di Figaro» an der Opéra National de Montpellier, Graf Almaviva in « Le Nozze di Figaro» an der Volksoper Wien, Zoroastro in« Orlando» am Brüsseler Opernhaus La Monnaie, Don Alfonso in « Cosi fan tutte» im Festspielhaus Baden-Baden, Plutone in Monteverdis « L‘Orfeo» mit dem Freiburger Barockorchester unter Pablo Heras-Casado in Bergen, Baden-Baden und Lille und Grand Prètre in Rameaus « Castor et Pollux«  am Théâtre du Capitole Toulouse. Auf der Konzertbühne war er u.a. in Beethovens Sinfonie Nr. 9 mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter Vassily Petrenko, Mozarts « Requiem« mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Peter Dijkstra, Bachs « Weihnachtsoratorium« und « Matthäus-Passion« mit der Akademie für Alte Musik Berlin, Händels « Belshazzar« mit dem RIAS Kammerchor, Bachs h-moll Messe und Händels « Messias« mit Les Arts Florissants sowie Bachs « Johannes-Passion« mit John Butt und dem Dunedin Consort bei den BBC PROMS zu hören. Höhepunkte der Saison 2018/19 werden u.a. Mozarts « Vesperae solennes de Confessore» mit Ivan Fischer und dem Festival Orchester Budapest sein, Beethovens Sinfonie Nr. 9 mit dem Stavanger Symfoniorkester sowie Händels « Messias» mit dem Zürcher Kammerorchester unter Daniel Hope.


 

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