Sonntag, 6. September 2020, 17.00 Uhr | Klosterkirche (abgesagt, neues Datum vermutlich 2021)

Schubert-Messen

Franz Schubert ( 1797 – 1828 )
Messe in G-Dur, D 167
Magnificat C-Dur, D 486
Messe in Es-Dur, D 950

Freier Chor Zürich
Freier Musikkreis Zürich
Leitung :  Peter Appenzeller

 

Solisten:
Sara-Bigna Janett Sopran
Gianna Lunardi Mezzosopran
Tamás Bartalan Henter Tenor
Raphael Jud Bass

Karten: Kategorie I CHF 55.- / Kategorie II CHF 45.-
  Ermässigung für Vereinsmitglieder und Studierende CHF 15.-
Vorverkauf: www.freierchorzuerich.ch, info@freierchorzuerich.ch
Information: kontakt@rheinauerkonzerte.ch, Tel. 052 319 33 70
Abendkasse: Sonntag, 6. September 2020, ab 15.30 Uhr

▲ Freier Chor Zürich
▲ Freier Chor Zürich

Schubert-Messen

Messe G-Dur

Franz Schuberts frühe Messe in G-Dur gehört zu den beliebtesten Mess-Ordinarien : Die reiz­volle liedhafte Melodik besonders im Kyrie und im Credo bildet einen zauber­haften Kontra­punkt zu konzertanteren Passagen im Gloria oder im Sanctus. Lange Zeit hielt man eine reine Streicher­besetzung des Orchesters für Schuberts endgültige Fassung und glaubte, die erweiterte Version mit Holz- und Blech­bläsern sowie Pauken stamme von seinem Bruder Ferdinand. Seit Mitte der 90er Jahre allerdings ist bekannt, dass die Stimmen für die Trompeten und Pauken von Franz Schubert selbst zum Gebrauch « ad libitum » hinzu­komponiert worden sind.

Magnificat C-Dur
Schuberts Magnificat entstand im Spät­sommer 1815 und gehört somit vermutlich in die Reihe jener kirchen­musika­lischen Kompo­sitionen, die Schubert als Jugend­licher für die Lichtenthaler Pfarrkirche geschaffen hat. Das Werk verlangt ein gross besetztes Orchester mit Streichern sowie Holz- und Blechbläsern. Dem vierstimmigen Chor stehen vier Solisten gegenüber, welche als Quartett den ruhigen mittleren der insgesamt drei Teile des Werks gestalten.

Messe Es-Dur
Die Es-Dur-Messe entstand im Juni und Juli des letzten Lebens­jahres Schuberts ( 1828 ). Wie viele andere seiner großen Spätwerke ( C-Dur-Sinfonie, Winterreise) hat Schubert sie nie gehört. Die Urauf­führung fand am 4.  Oktober 1829 in der Pfarr­kirche «  Heilige Dreifaltigkeit  » in Wien-Alsergrund statt, in der Schuberts Freund Michael Leitermayer Chor­regent war. Das Publikum fand grossen Gefallen an der Messe und sie wurde mehrmals wiederholt, geriet danach jedoch bald in Vergessen­heit. Dem Einsatz von Johannes Brahms ist es zu verdanken, dass das Werk 1865 in Leipzig im Druck erscheinen konnte. Brahms fertigte auch selbst den für die Einstudierung des Werkes notwendigen Klavier­auszug an.
« Tatsächlich weht der Hauch einer anderen Welt in den Klängen dieser wunder­baren Musik. Das gross angelegte Werk weist weit über eine enge konfessionelle Religiosität hinaus. Eine allgemein­menschliche Spiritualität und Ausdrucks­kraft und die weit in die Zukunft weisende musikalische Substanz, machen die Messe in Es-Dur zu einem der gewaltigsten Zeugnisse geistlicher Chor­musik.  » ( Stefan Werren, Komponist)

 

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