Sonntag, 18. September 2022, 17 Uhr | Klosterkirche

Othmar Schoeck / Gabriel Fauré – Requiem

Othmar Schoeck
Vision op. 63
(nach einem Gedicht von Gottfried Keller)

Erinnerung (nach einem Gedicht von Joseph von Eichendorff)

Nachruf (Text von Joseph von Eichendorff)
 

Gabriel Fauré
Requiem op. 48

 

Oratorienchor St. Gallen 
Leitung: Uwe Münch


Isabell Marquardt, Sopran
Niccoló Paudler, Bariton

Claire Pasquier, Orgel

Instrumentalensemble

 

 

 

Karten: CHF 45.-  
  CHF 35.- für Vereinsmitglieder und Jugendliche
Vorverkauf:    www.ticketino.com
  Hotline:  0900 441 441 (CHF 1.-/Min.)
Information:

kontakt@rheinauerkonzerte.ch

 

Tel. 052 319 33 70


▲ Oratorienchor St. Gallen
▲ Oratorienchor St. Gallen

Das Requiem für Sopran, Bariton, Chor und Orchester ist Faurés einziges grösseres Werk mit einem religiösen Text als Grundlage. Der Komponist schrieb es 1887 im Alter von 42 Jahren, zwischen dem Tod seines Vaters und dem seiner Mutter. Die Uraufführung erfolgte am 16. Januar 1888 in der Pariser «Madeleine» zum Jahresgedächtnis des Architekten Joseph-Michel Le Soufaché. Der Chor umfasste nur etwa 30 Sänger, die Instrumentalbesetzung bestand lediglich aus geteilten Bratschen, Celli, Kontrabass, Solovioline, Harfe, Pauken und Orgel. Im Laufe der folgenden Jahre erstellte Fauré eine grösser besetzte zweite Fassung, bei der unter anderem Bläser dazu kamen. Deren Première fand im Jahr 1900 anlässlich der Pariser Weltausstellung vor rund 5000 Zuhörerinnen und Zuhörern statt. Das Requiem wurde auch an Faurés Beerdigung gespielt.

 

Das Werk weicht in verschiedener Hinsicht von der traditionellen Totenmesse ab. Anders als zum Beispiel bei den Kompositionen von Hector Berlioz und Giuseppe Verdi verzichtet Fauré auf eine dramatisierende Darstellung des «Dies irae» und beschränkt sich auf die Vertonung von dessen letztem Vers, dem «Pie Jesu». Dagegen fügte er das «In paradisum» hinzu, das traditionell bei der Überführung des Toten von der Kirche zum Friedhof erklingt. Es war Fauré ein Anliegen, ein friedvolles Bild des Todes zu zeichnen. In vielen Passagen gleiten Moll-Klänge von Chor und Orchester in stimmungsvolle Dur-Akkorde und lassen tröstend das Himmelreich erahnen.

 

 Oratorienchor St. Gallen

Der Oratorienchor St. Gallen ist mit 400 Jahren einer der ältesten Schweizer Chöre. Aus anfänglicher Haus- und Gelegenheitsmusik entwickelten sich im Laufe der Zeit mehr und mehr professionelle Konzerte bis hin zu den heutigen qualitativ hochstehenden Aufführungen. Das Repertoire reicht von barocker bis zu zeitgenössischer Musik, darunter zahlreiche St. Galler und Schweizer Erstaufführungen. Seit mehr als 160 Jahren gehören die jährlichen Palmsonntagskonzerte, zusammen mit dem Sinfonieorchester St. Gallen und namhaften Solisten, zum Kulturleben von Stadt und Region St. Gallen. Daneben gibt es jährlich, zumeist im Herbst, ein weiteres Chorprojekt, das offen ist für interessierte Gastsängerinnen und -sänger. Der Chor wird seit 2009 von Uwe Münch geleitet, unterstützt durch die Korrepetitorin Claire Pasquier und Isabell Marquardt als Stimmbildnerin.

 

 Uwe Münch

 Aussergewöhnliche Initiativen charakterisieren das Wirken von Uwe Münch. Überregionales Echo fand das Gedenkkonzert mit der Mährischen Philharmonie Olomouc und dem Oratorienchor St. Gallen im ehemaligen Getto Theresienstadt anlässlich des 70. Jahrestags des Kriegsendes. Mit dem Sinfonieorchester und Oratorienchor St. Gallen dirigierte er bereits ein vielfältiges Repertoire, so Schweizer Erstaufführungen von Werken E.W. Korngolds und H. Krásas oder Schumanns Szenen aus Goethes Faust. Neben seiner Dirigiertätigkeit lehrt Uwe Münch an verschiedenen Musikhochschulen, zurzeit u.a. an der Musikhochschule Stuttgart. Nach seinem Kompositions- und Kapellmeisterstudium, welches er mit Auszeichnung abschloss, war er als Kapellmeister und Chordirektor am Opernhaus in Hagen engagiert. Dort erhielt er den Kulturpreis für herausragende künstlerische Leistungen. Er war Stipendiat der Richard-Wagner-Gesellschaft und arbeitete mit Orchestern und Chören aus den Bereichen Oper, Konzert und Rundfunk.


 

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