Sonntag, 12. Juni 2022, 17 Uhr | Klosterkirche                                  

Reifer Barock und jugendliche Klassik

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)
Concerto grosso op. 3 Nr. 2 B-Dur, HWV 313

 

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)Car
Kantate «Jauchzet Gott in allen Landen», BWV 51
 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
Sinfonie A-Dur (Nr. 29), KV 201

 

Ensemble La Partita
Leitung: Andreas Mildner

Sopran: Carmela Konrad

Karten: CHF 40.-
   Vereinsmitglieder/Jugendliche CHF 30.-
Vorverkauf: www.ticketino
  Hotline: 0900 441 441 (CHF 1.-/Min.)
Information:  kontakt@rheinauerkonzerte.ch
  Tel. 052 319 33 70

▲ La Partita
▲ La Partita

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759) Concerto grosso op. 3 Nr. 2 B-Dur, HWV 313

Die sechs «Concerti grossi» op. 3 soll sein Verleger 1734 ohne Händels Wissen zusammengestellt und veröffentlicht haben, weil solche Stücke gerade in Mode waren und sich damit gut Geld verdienen liess. In einem «Concerto grosso» («grosses Konzert») wechseln sich eine kleine Gruppe von Soloinstrumenten («Concertino») und eine grösser besetzte Gruppe («Tutti» oder «Ripieno») ab. Die einzelnen Sätze folgen meist dem Muster langsam, schnell, langsam, schnell. Insofern ist das Concerto grosso op. 3 Nr. 2 B-Dur mit fünf Sätzen ungewöhnlich. Inhaltlich griff Händel auf eigene, ältere Kompositionen zurück und besetzte zusätzlich zu den Streichern mit fortlaufender Bassstimme («continuo») zwei Oboen

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) Kantate «Jauchzet Gott in allen Landen», BWV 51

Es ist ein besonderer Zufall, dass Bach, der andere grosse Barockkomponist, im gleichen Jahr wie Händel geboren wurde. Die Kantate «Jauchzet Gott in allen Landen» wurde vermutlich entsprechend dem genau festgelegten Kirchenjahr am 17. September 1730 in Leipzig zum ersten Mal gespielt. Doch vermerkte Bach in der Partitur, die Kantate könne «zu jeder Zeit» («in ogni tempo») gespielt werden. Als Solostimmen wählte Bach Sopran und Trompete und stellte an beide hohe Anforderungen bezüglich Kraft und Ausdauer. Weil zu Bachs Zeiten in der Kirche nur Knaben die hohen Stimmen singen durften, kann man sich die Besetzung mit einem Knabensopran nur damit erklären, dass der Stimmbruch damals später (mit 16 oder 17 Jahren) einsetzte.

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) Sinfonie A-Dur (Nr. 29), KV 201

Mozart ist vermutlich der einzige Komponist, nach dem eine Praline benannt wurde, die «Mozartkugel» (die allerdings erst
rund 100 Jahre nach seinem Tod erfunden wurde). Seine Berühmtheit hat sich Mozart mit seinem einzigartigen Genie als
Komponist verdient. Dieses Genie zeigte sich schon als Kind und erst recht als Jugendlicher und Erwachsener. Die Sinfonie A-Dur komponierte Mozart 1774 mit 18 Jahren. Es ist ein jugendliches Werk in einem gewissen Überschwang, doch was das Handwerk im Komponieren angeht, ist es in jeder Hinsicht vollendet. Mozart hat die Sinfonie offenbar geschätzt, denn er führte sie neun Jahre nach der Entstehung wieder auf, ganz entgegen der allgemeinen damaligen Gewohnheit, nur neue Werke zu spielen.

Das Ensemble →La Partita wurde 1974 gegründet und bringt neben den bekannten Werken aus Barock und Klassik auch selten gehörte Kompositionen aus diesen Epochen zur Aufführung. Ein reger Konzertbetrieb im In- und Ausland führte das Ensemble unter anderem nach Venedig, Rom, Florenz und Salzburg und einmal sogar auf eine Tournee nach Mexiko. In der Schweiz konzertiert das Ensemble regelmässig in der Klosterkirche Rheinau, im Kloster Einsiedeln sowie in der Kirche St. Peter in Zürich, wo La Partita im Juni 2007 unter der Leitung des renommierten Bachspezialisten Helmut Rilling musizierte.

Carmela Conrad studierte in Luzern Gesang und Gitarre. Sie verfügt über ein breites Repertoire vom Barock bis zu zeitgenössischen Kompositionen. Ihre besondere Leidenschaft gilt den Werken von J.S. Bach und Heinrich Schütz.


 

Mitglied werden!

 

Werden Sie ein Teil der Rheinauer Konzertfamilie!

Erfahren Sie mehr, was wir Ihnen zu →bieten haben und →melden Sie sich an!