Sonntag, 4. Juli 2021, 17.00 Uhr | Klosterkirche

Imago Musicae – Musik des 17. Jahrhunderts

Werke von M. Uccellini, M. Cazzati, N. Kempis, P.J. Westhoff, S. Rossi, F. Cavalli, G.G. Kapsberger, J. VanEyck, T. Merula, J.J. Schmelzer

Concerto Scirocco 

Sonoko Asabuki  Barockvioline
Giulia Genini  Blockflöten und Dulzian
Luca Bandini  Violone
Giovanni Bellini  Theorbe
Michele Vannelli Cembalo

Karten:

CHF 40.- (Platzzahl auf 100 Personen beschränkt)

 

Vereinsmitglieder / Jugendliche: CHF 30.-

Vorverkauf:

www.ticketino.com

 

Hotline :    0900 441 441 ( CHF 1.-/ Min.)

Information:

kontakt@rheinauerkonzerte.ch

 

Tel. 052 319 33 70

ACHTUNG:

Keine Abendkasse! Bitte beziehen Sie Ihre Tickets im Vorverkauf!


«So wie der ehrwürdige und perfekte Maler mit Farben alles imitiert, was von der Natur geschaffen wurde, so wird es mit einem Bläser- oder Streichinstrument möglich sein, die Schönheit der menschlichen Stimme nachzuahmen». Mit diesen Worten erklärt der Blockflöten- und Gambaspieler Silvestro Ganassi dal Fontego den Lesern seiner «Opera intitulata La Fontegara» (1535) sein Konzept das viele Instrumentalisten beim Spielen inspiriert. Die ars retorica wird zum Schlüssel zum Erfolg der Instrumentalmusik, das ideale Bindeglied zwischen Instrument und Stimme, zwischen Nachahmung und Wirklichkeit. Wo im instrumentalen Repertoire Worte fehlten, nutzten Komponisten und Instrumentalisten Rhetorik, um die Zuhörer ebenso zu bewegen, zu verzaubern und zu begeistern wie dies ein Sänger getan hätte. Der nachahmende Stil war eine universelle Sprache, die den Zauber der Natur und die Arbeit der Menschen wiedergab: wir finden das einsame und melodiöse Lied der Nachtigall, einige verspielte Dialoge zwischen der Henne im Hof und dem Kuckuck im Wald, aber auch den pulsierenden Rhythmus der Schlacht oder die hypnotische Wirkung des Glockenklangs. Die Tänze hatten auch ihre eigene emotionale Rhetorik: Der lebendige und sonnige Rhythmus erklingt in der festlichen Ciaccone, ein sehr beliebtes Genre seiner Zeit, inspiriert vermutlich von alten spanischen Tänzen. Ganz anders die ruhige und faszinierende Atmosphäre der Dämmerung im Ballo delle Ombre. Schließlich ist die Schönheit des sog. modernen Stils in der gleichnamigen Canzone erkennbar, mit ihrer neuen und intensiven harmonischen Ausdruckskraft und begleitet von einem continuo, in der die oberen Stimmen eine bewegende Rede halten, während das Continuo das harmonische Universum betont.

Das  2009 gegründete Ensemble Concerto Scirocco widmet sich der historisch informierten Aufführung von Renaissance- und Barockmusik. Die jungen Künstlerinnenn und Künstler, die sich während ihres Studiums an der Schola Cantorum Basiliensis kennengelernt haben, begeistern sich für die Musik der Renaissance, des Frühbarocks und der Barock und versuchen, persönliche Kreativität mit einem Bewusstsein für historische Aufführungspraktiken zu verbinden.‎

Die Vielfalt und Flexibilität des Ensembles ermöglicht die Aufführung früherer und späterer Musik, von ‎‎alta capella ‎‎aus dem 15. Jahrhundert bis zum Hochbarock. Bei Bedarf musiziert das Kernensemble mit anderen Instrumentalisten und Sängern, um den Anforderungen des unterschiedlichen Repertoires gerecht zu werden. Auch die Stammmitglieder lieben es, ihre Fähigkeiten auf verwandten Instrumenten  entsprechend der Praxis von Multiinstrumentalisten unter Beweis zu stellen. Concerto Scirocco erachtet diese Flexibilität als essentiell, um die Entwicklung der Alten Musik im Laufe der Jahrhunderte zu verstehen.

Concerto Scirocco ist ein gern gesehener Gast an diversen Festivals in der ganzen Schweiz, Deutschland, Holland, Frankreich und Italien. Seine erste CD (in Zusammenarbeit mit dem Vokalensemble Voces Suaves) war dem Werk des venezianischen Komponisten Giovanni Croce gewidmet und wurde vom Label ARCANA/Outhere Music veröffentlicht. Die CD wurde ausgezeichnet vom Magazin Diapason, vom MUSICA Magazin und für den «Preis der deutschen Schallplattenkritik 2018» in der Kategorie «Frühe Musik» nominiert.‎ ‎Die zweite CD «Lux Aeterna – ein Salzburger Requiem» wurde für den «Preis der deutschen Schallplattenkritik 2020» nominiert und im April 2020 mit dem «Diapason Découverte» des DIAPASON Magazins sowie dem «CHOC du mois» des CLASSICA Magazins ausgezeichnet. ‎


 

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