Sonntag, 20. September 2020, 17.00 Uhr | Klosterkirche (abgesagt)

Bach begeistert

Johann Sebastian Bach ( 1685 – 1750)
Sinfonia aus der Kantate

«  Am Abend aber desselbigen Sabbats  », BWV 42

Orchestersuite D-Dur (Nr. 3), BWV 1068

Magnificat , BWV 243


Ensemble La Partita
Leitung :     

Andreas Mildner


Solisten :  

Stephanie Ritz Sopran

Jeannine Nuspliger Sopran
Julia Husmann Alt
Holger Marks Tenor

Florian Schmitt-Bohn Bass


▲ Ensemble La Partita
▲ Ensemble La Partita

Bach begeistert 
Sinfonia aus der Kantate «  Am Abend aber desselbigen Sabbats  », BWV 42
Diese Kantate komponierte Johann Sebastian Bach als Thomas­kantor in Leipzig zum ersten Sonntag nach Ostern 1725 ( 8.   April ) und führte sie dort auch erstmals auf. Bach verzichtete auf einen Eingangs­chor und lässt die Kantate mit einer ausgedehnten Sinfonia im Stil der Brandenburgischen Konzerte beginnen. Es ist möglich, dass Bach diesen Satz aus einem früher komponierten Instrumental­konzert übernommen hat.

Orchestersuite D-Dur ( Nr. 3 ), BWV 1068
Die Orchestersuite D-Dur wird mit drei anderen Suiten zu einer Gruppe zusammen­gefasst, doch sind alle Suiten unabhängig voneinander über­liefert und bilden keinen Zyklus. Entstanden sind sie möglicher­weise zwischen 1717 und 1723. Bach muss die Werke sehr geschätzt haben, denn er ergänzte und bearbeitete das Aufführungs­material immer wieder. Der zweite Satz ( Air ) gehört zu den beliebtesten Barock­stücken überhaupt. Über einer in Oktavsprüngen fortschreitenden Basslinie spannt sich eine weit ausgreifende Melodie.

Magnificat , BWV 243
Ende Mai 1723 trat Bach seine Stelle als Thomaskantor in Leipzig an, die er bis zu seinem Tod 1750 behielt. Gleich für Weihnachten 1723 schrieb er die erste Fassung des Magnificat in Es-Dur ( BWV 243a ). Die zweite, bekanntere Version in D-Dur ( BWV 243 ) entstand erst rund zehn Jahre später. Es kann gut sein, dass Bach mit dieser kunstvoll durchgearbeiteten Partitur sein ganzes Können als Kantor und Musik­direktor unter Beweis stellen wollte. Die Besetzung mit fünf Vokal­solisten, Pauken, Trompeten, Flöten, Oboen, Streichern und Continuo entfaltet eine reiche Pracht.

Das Ensemble La Partita wurde 1974 gegründet und bringt neben den bekannten Werken aus Barock und Klassik auch selten gehörte Kompositionen aus diesen Epochen zur Aufführung. Ein reger Konzert­betrieb im In- und Ausland führte das Ensemble unter anderem regel­mässig nach Venedig, Rom, Florenz und Salzburg und einmal sogar auf eine Tournee nach Mexiko. In der Schweiz konzertiert das Ensemble regel­mässig in der Klosterkirche Rheinau, im Kloster Einsiedeln sowie in der Kirche St. Peter in Zürich, wo La Partita im Juni 2007 unter der Leitung des renommierten Bachspezialisten Helmut Rilling musizierte.


 

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